Curriculum

Christiane Lenz, geboren 1955 in Bern.

Inhalt

Ausstellungen und Projekte (detailliert)
Weitere Austellungen und Projekte (Liste)
Gestalterische Aus- und Weiterbildung
Öffentliche Ankäufe
Persönliches

Ausstellungen und Projekte (detailliert)

Für die meisten Ausstellungen und Projekte der letzten fünf Jahre finden Sie weitere Details und Bildmaterial unter den folgenden Links:

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Weitere Austellungen und Projekte (Liste)

Installationen
in der Stadtkirche Biel, Heiliggeistkirche Bern, Berner Münster, Kunsthaus Langenthal

Installationen zu Performances mit Musik und Tanz
Seit 1996, u.a. mit Uschi Janowsky, Silvia Gwerder, Kjell Keller, Reto Weber, Hans Koch, Paul Giger, Pudi Lehmann, Daniel Glaus, Katharina Weber.

Einzelausstellungen
2018 Une saison au nord, les ateliers du nord, Sion
2016 Intervention im Spritzenhaus, Nidau
2015 artundweise Kunst und Denkraum, Bern
2014 Au Joli Mois de Mai
2014 Galerie 9a, Bern
2013 Au Joli Mois de Mai,
2013 Jahresausstellung visarte Biel
2012 Arbeitskreis für Zeitfragen, Biel
2012 Au Joli Mois de Mai
2012 Jahresausstellung visarte Biel
2011 Voirie, Biel
2002 Galerie alte Krone, Biel
1998 Galerie Kurt Schürer, Biel
1991 Galerie GSMBK,Bern

Gruppenausstellungen (Auswahl)
2022 Joli Mois de Mai, La Voirie, Biel. Mit Johanna Frautschi.
2021 Galerie ART-ETAGE, Biel. Mit Anna Neurohr und Florance Plojoux
2021 Joli Mois de Mai, Glashaus, Biel. Mit Johanna Frautschi.
2019 Cantonale Bern-Jura, La nef, Le Noirmont. Avalanche. Installation, zusammen mit J.R. & I.M
2019 11 in LyssAarberg. Kulturmühle Lyss und Rathauskeller Aarberg
2019 Joli Mois de Mai, La Voirie, Biel : Avalanche
2019 Joli Mois de Mai, La Voirie, Biel : Sciaredo, mit Anke Zürn
2018 OsterProjekt Stadtkirche Biel
2018 Joli Mois de Mai, Projekt « Zeigs Mal » Kuratierung gemeinsam mit Anke Zürn
2017 Joli Mois de Mai, Mit Jocelyne Rickli.
2017 Schlosskeller Fraubrunnen. Mit Lisa Schaeublin und Marie-Claire Ackermann
2016 Joli Mois de Mai, mit Lisa Schaeublin
2015 Ex Voto – die Welt retten. Visarte Basel
2013 Osterausstellung Stadtkirche Biel: Vom Boden aus.
2015 Osterprojekt Stadtkirche Biel
2011 Weihnachtsausstellung Cantonale Berne-Jura, Centre Pasquart, Biel
2001 Hochwasser, Kunsthaus Langenthal
2002 Weihnachtsausstellung Centre Pasqu’Art, Biel
2000 Triennale der Textilkunst, Max Berk-Museum, Heidelberg, Ulm, St.Gallen
2000 Im Wind, Kunsthaus Langenthal
1999 Weihnachtsausstellung des Kunstvereins, Biel
1996 Arbeitsstelle Kirche im Dialog, Bern
1995 Galerie filambule, petits dialogues, Lausanne
1994 Internationale Handwerksmesse, Sonderschau
1994 Gestaltendes Handwerk, München
1993 Galerie del Mese/Fischer, Europäische Patchwork/Quilts, Meisterschwanden
1992 Galerie Greuterhof, Islikon
1990 VI. Biennale der Textilkunst, Krefeld, Mulhouse, Bern
1989 2e exposition nationale de patchwork contemporain suisse, Neuchâtel
1986 Textil‘ 86, Ausstellung des Kantons Bern, Kornhaus Bern

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Gestalterische Aus- und Weiterbildung

  • Zeichnen bei Ueli Schwarz
  • Diverse Kurse an der Schule für Gestaltung Zürich
  • BFF, Bern
  • Stage beim Papierschöpfer Daniel Oberholzer
  • Eigenes Lernen , Experimentieren und Üben
  • Mitglied visarte Biel

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Öffentliche Ankäufe

  • Centre de télécommunication, Neuchâtel
  • Kirchgemeindehaus Matthäus, Bern
  • Alters und Pflegeheim, Laupen
  • Arbeitsstelle Kirche im Dialog, Bern
  • Städtische Kunstkommission Biel

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Persönliches

Ich lebe seit 30 Jahren in Biel, bin verheiratet und habe drei erwachsene Kinder. Die Teilzeitarbeit als Pflegefachfrau ergänzt meinen Lebensunterhalt und konfrontiert mich immer wieder handfest mit Lebensrealitäten von andern Menschen, mit Schmerz und Vergänglichkeit.

Eine rebellische Ader lässt mich immer wieder Umwege – oft sehr interessante Umwege – machen. Meine gestalterische Aus- und Weiterbildung ist deshalb ein Patchwork-in-Progress.

Zeichnen bei Ueli Schwarz, Kurse an der Schule für Gestaltung in Zürich, der BFF in Bern, eine Stage bei einem Papierschöpfer, Dazu immer wieder das aufmerksame Hinschauen und Lernen: In Ausstellungen, in der Natur, im Alltag.

Und natürlich ständig eigenes Experimentieren und Üben.

Von Anfang an spielten Secondhand-Materialien, Abfallprodukte aus der Natur oder der Gebrauchswelt eine zentrale Rolle. Materialien, die schon eine Geschichte in sich tragen. Gebrauchte Stoffe, Altpapier, Erde, Blätter, Schrott.

Meine Themen sind immer wieder: Wachstums- und Verfallsprozesse, Geschichte und meine/unsere Bewegungen darin. Unscheinbares, Alltägliches und das was dahinter, darunter steht.

Diese Interessen bestimmten auch immer wieder meine Techniken. Die Auseinandersetzung mit meiner Geschichte setzte ich in grosse, handgenähte Quilts um. Später wurde der Umgang mit Stoffen freier. Die physische Nähe von Gewebe zur menschlichen Haut und damit zu „Frauendomänen“ wie Krankenpflege, Kinder- und Altenbetreuung, Waschen, Flicken usw. beschäftigte mich. Später kam das Papier, mit verschiedensten Aspekten. Die Feststellung, dass Papierarbeiten im Kunstbetrieb sehr viel mehr Anerkennung geniessen, eröffnete auch wieder spannende Fragen, die mich weiterführten zu Erde, Fallholz. Dann auch zur Zusammenarbeit mit Tänzerinnen und MusikerInnen. Nach 2004 geriet ich in eine Art Lebens- und Schaffenskrise in welcher der Kunstbetrieb, aber auch die Materialfülle in meinem Atelier lähmend wirkten. Ich machte dann wieder mal Umwege in Form von sehr langen Wanderungen (z.B. von Biel bis an den Atlantik) und einer Ausbildung in Kinesiologie. Alles Tätigkeiten, bei denen ich fast kein Material, eigentlich nur meine eigenen Kräfte brauche. – Eine grosse Befreiung.

Die Beschränkung führte mich zu spannenden Entdeckungen und schliesslich zu neuer Schaffenslust. Mit stark reduzierten Mitteln – nur Bleistft (Farbstift) und Papier- setze ich mich mit dem Boden unter meinen Füssen auseinander. Dies einerseits ganz nah: das kleine Fleckchen Boden, auf dem ich stehe, die Risse, Flecken; andererseits sind ja Kultur, Gesellschaft, Geschichte usw. auch eine Art Boden, und auch hier ist alles in Bewegung.

Wie wird meine Wahrnehmung beeinflusst durch das Tempo, den Rhythmus meiner Fortbewegung? Was ist langsam, was schnell? Wer beurteilt das? Weshalb unterziehen wir uns so oft diesem Urteil? Zunehmend begreife ich wie viel subversive Kraft in der Langsamkeit, der Verweigerung von Geschwindigkeit als Mass aller Dinge, steckt. Sie erlaubt mir, die kleinen Teile zu sehen, aus denen das Grosse besteht.

Nach vielen Zeichnungen entstand in dieser Zeit die Installation „GRANA“, die 2013 in der Stadtkirche Biel im Rahmen der Osterwoche „vom Boden aus „ zu sehen war.

Momentan schaue ich nach oben. Im Entstehen ist eine Serie von Zeichnungen mit dem Arbeitstitel „Über meinem Kopf“. Auch hier versuche ich ganz von meiner eigenen Position auszugehen und von da aus Beziehungen, Verwandtschaften und Konflikte zum lebendigen Andern auszuloten.

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